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Schweizer Arbeitsmarkt 2026: Was bedeuten die neuen KOF-Zahlen für deine Finanzen?

  • Autorenbild: Delia Bohren
    Delia Bohren
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit


Viele junge Menschen sind auf Jobsuche. Immer wurde uns gesagt, dass eine gute Ausbildung garant für ein stabiles finanzielles Einkommen sei. Doch ist dem wirklich noch so?


Die wirtschaftlichen Schlagzeilen der vergangenen Monate waren geprägt von Unsicherheit. Der Krieg zwischen Israel und Iran, steigende Energiepreise und geopolitische Spannungen liessen viele befürchten, dass sich die Schweizer Wirtschaft abschwächen könnte.

Die neuesten Zahlen des KOF-Beschäftigungsindikators zeigen jedoch ein differenzierteres Bild: Die Schweizer Unternehmen blicken wieder etwas optimistischer in die Zukunft. Insgesamt rechnen mehr Betriebe mit einem Stellenaufbau als mit einem Stellenabbau.

Doch was bedeutet das für Arbeitnehmende? Und weshalb sind diese Zahlen auch für deine persönliche Finanzplanung relevant?


Was ist der KOF-Beschäftigungsindikator?


Der KOF-Beschäftigungsindikator wird quartalsweise vom KOF Konjunkturforschungsinstitut der ETH Zürich veröffentlicht. Rund 4'500 Unternehmen aus verschiedenen Branchen geben dabei an, wie sie ihre zukünftige Beschäftigung einschätzen.

Der Indikator gilt als Frühindikator. Er zeigt nicht die aktuelle Arbeitslosenquote, sondern gibt Hinweise darauf, wie sich der Arbeitsmarkt in den kommenden Monaten entwickeln könnte.

Für das dritte Quartal 2026 liegt der Wert bei 2,1 Punkten. Das ist höher als im Vorquartal und auch leicht über dem langfristigen Durchschnitt. Kurz gesagt: Aktuell erwarten mehr Unternehmen zusätzliche Mitarbeitende einzustellen als Stellen abzubauen.


Die Entwicklung ist je nach Branche unterschiedlich

Nicht alle Branchen profitieren gleich stark von der aktuellen Entwicklung.


Detailhandel

Der Detailhandel zeigt eine deutliche Erholung. Nach einer längeren Phase mit zurückhaltenden Erwartungen rechnen wieder mehr Unternehmen mit zusätzlichem Personalbedarf.


Industrie und Grosshandel

Auch das verarbeitende Gewerbe und der Grosshandel entwickeln sich positiver als noch vor einigen Quartalen. Zwar sind die Erwartungen teilweise noch vorsichtig, der Trend zeigt jedoch nach oben.


Baugewerbe

Das Baugewerbe bleibt weiterhin robust. Viele Unternehmen suchen nach qualifizierten Fachkräften, weshalb die Beschäftigungsaussichten in dieser Branche besonders positiv bleiben.


Gastgewerbe

Weniger erfreulich sieht es im Gastgewerbe aus. Hier haben sich die Erwartungen erneut verschlechtert. Für Stellensuchende lohnt sich deshalb immer auch ein Blick auf die Entwicklung der eigenen Branche und nicht nur auf allgemeine Wirtschaftsnachrichten.


Was bedeutet das für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer?


Ein stabiler Arbeitsmarkt bringt verschiedene Vorteile mit sich.

Wer eine neue Stelle sucht, profitiert häufig von einer grösseren Auswahl an offenen Stellen. Gleichzeitig verbessert sich oft auch die Verhandlungsposition bei einem Stellenwechsel oder einer Lohnerhöhung.

Dennoch bedeutet ein positiver Arbeitsmarkt nicht automatisch, dass jede Person bessere Karrierechancen hat. Faktoren wie Beruf, Region, Ausbildung und Berufserfahrung spielen weiterhin eine wichtige Rolle.


Keine Angst, jetzt kommts. Wieso es für DICH wichtig ist!


Warum gute Wirtschaftsnachrichten auch für deine Finanzen wichtig sind!


Viele Menschen beschäftigen sich erst mit ihren Finanzen, wenn Unsicherheit entsteht.

Dabei lohnt sich gerade in wirtschaftlich stabilen Zeiten der Blick auf die eigene finanzielle Situation.

Wenn das Einkommen regelmässig fliesst, lassen sich wichtige Grundlagen einfacher aufbauen:

  • einen Notgroschen bilden

  • Schulden abbauen

  • regelmässig in die Säule 3a einzahlen

  • langfristig Vermögen aufbauen

  • Geld investieren

Wer in guten Zeiten vorsorgt, ist für schwierigere Phasen meist deutlich besser vorbereitet.


Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, die eigene Finanzplanung zu überprüfen

Vielleicht hast du aktuell einen sicheren Arbeitsplatz oder überlegst dir sogar einen Stellenwechsel.

Dann lohnt es sich, folgende Fragen zu stellen:

  • Reicht mein Notgroschen für mehrere Monate?

  • Nutze ich meine Möglichkeiten in der Säule 3a?

  • Investiere ich regelmässig für meine langfristigen Ziele?

  • Passt mein Budget noch zu meinem heutigen Leben?

  • Bin ich gegen wichtige finanzielle Risiken abgesichert?

Oft braucht es keine grossen Veränderungen. Schon kleine Anpassungen können langfristig einen grossen Unterschied machen.


Fazit

Die aktuellen KOF-Zahlen zeigen, dass sich der Schweizer Arbeitsmarkt weiterhin erstaunlich stabil entwickelt. Trotz internationaler Unsicherheiten rechnen viele Unternehmen auch in den kommenden Monaten mit einem moderaten Stellenaufbau.

Das sind gute Nachrichten!!


Trotzdem sollte niemand seine finanzielle Zukunft allein von der Wirtschaftslage abhängig machen.

Für mich bedeutet Finanzbildung, unabhängig von den Schlagzeilen gute Entscheidungen zu treffen. Wer regelmässig spart, vorsorgt und langfristig investiert, schafft sich mehr Sicherheit – unabhängig davon, wie sich Konjunktur oder Arbeitsmarkt entwickeln.

Genau deshalb lohnt es sich, gute Nachrichten nicht einfach zur Kenntnis zu nehmen, sondern sie als Anlass zu nutzen, die eigenen Finanzen einmal bewusst anzuschauen.



Sollte ich wegen der positiven Aussichten den Job wechseln?

Die allgemeine Wirtschaftslage ist nur ein Faktor. Entscheidend sind auch deine Branche, deine Qualifikationen, deine Ziele und die Arbeitsbedingungen. Wenn du aber eh schon dabei bist. Frage gezielt nach den Sozialleistungen und den Leistungen der Pensionskasse. Es verkaufen sich immer beide: Du und das Unternehmen.


Warum ist der Arbeitsmarkt für meine Finanzplanung wichtig?

Ein stabiler Arbeitsmarkt kann mehr finanzielle Sicherheit bieten. Gleichzeitig ist er eine gute Gelegenheit, den Vermögensaufbau, die Vorsorge und das Budget zu überprüfen.


Möge der Stutz mit dir sein. Deine Delia

Illustration eines Charts
Wirtschaft auf und ab

 
 
 

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