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  • AutorenbildDelia Bohren

Der Leitzins - wieso er wichtig für dich ist!

  • In diesem Artikel erfährst Du, wie der Leitzins festgelegt wird und wie Dich das beeinflusst.

  • Wo und wie Du Deinen Notgroschen am besten deponierst.

  • Warum sich sich ein Bankwechseln lohnen kann.

  • Warum Du mit der Aufnahme eines Kredites ggf. besser noch wartest.


Der Leitzins wird von den Zentralbanken festgelegt.

Für uns wichtige Zentralbanken sind die

EZB = Europäische Zentralbank 4,25%

SNB = Schweizerische Nationalbank, aktuell 1,25%

FED = "Amerikanische Nationalbank" sprich Federal Reserve System 5,25 %


Wenn die SNB den Leitzins langsam ebenfalls senkt (wie FED und EZB), setzt dies unsere Währung, den Schweizer Franken, unter Druck.

Wenn der Schweizer Franken an Wert verliert, ist er im Ausland weniger attraktiv oder beliebt, was ihn weiter schwächt.

Ein zu starker Franken ist jedoch auch nicht von Vorteil, da dadurch die Exporte (und wir sind eine Exportnation) teuer werden. Das Ausland muss also teuer bei uns kaufen.


Die Zentralbanken steuern mit der höhe des Leitzinses bestimmt, zu welchem Preis sich Banken Geld bei der Zentralbank leihen können. Dadurch kann die Zentralbank die Geldpolitik beeinflussen, resp. die Geldmenge.


Während Corona wollte die SNB die Wirtschaft ankurbeln oder aufrechterhalten, damit sich Geschäfte und Unternehmen erholen und überleben können. Deshalb erhöhte sie die Geldmenge und es war einfacher Kredite aufzunehmen. Dadurch kam es nach Corona zu einer steigenden Inflation, da mehr Geld im Umlauf war.


Bei steigender Inflation versucht die SNB die Geldmenge zu verringern, indem sie die Zinsen anhebt. Dies war die letzten Monate der Fall.


Inflation = Kaufkraftverlust

Du kannst Dir für die gleiche Menge Geld weniger kaufen (vgl. Artikel Inflation).


Steigt der Leitzins, wie er das im letzten Jahr getan hat, wird es für Banken/Kreditinstitute teuerer sich Geld zu leihen. Das spürst Du bei der Vergabe von Krediten an private Haushalte, resp. an Dich, wenn zu z.B. einen Kredit aufnehmen möchtest.

Es wird dann also auch für Dich teuerer einen Kredit aufzunehmen. Dafür erhälst Du wieder mehr Zins auf Deinem Sparkonto.


Im umkehrten Fall ist, also bei einem tiefen Leitzins, wie wir es während einer langen Zeit vor Corona hatten: war die Kreditvergabe relativ billig, dafür gab es auch praktisch keinen Zins auf Sparguthaben.


Nun hat sich die Inflation in den meisten Ländern wieder beruhigt und ist nicht mehr so hoch. Daher ist es eine Frage der Zeit bis die Zentralbanken die Leitzinsen wieder senken werden.

Die EZB hat im Juni beispielsweise den Leitzins wieder nach unten angepasst.


Wo also am besten hin mit Deinem Notgroschen?


Sparguthaben für kurzfristige Ziele 1-3 Jahre und Deinen Notgroschen solltest Du schnell verfügbar auf einem Sparkonto (ggf. Festgeld) zur Verfügung haben.

Je mehr Zinsen dieses Konto abwirft, desto besser für dich.

Da der Leitzins im letzten Jahr angehoben wurde, bekamst auch Du wieder mehr Geld auf Deinem Sparkonto.

Eine guten Vergleich bietet Dir https://www.moneyland.ch/de/savingsaccount/index


Den Sparkonto ist nicht gleich Sparkonto. Ein Wechsel kann sich hier durchaus für Dich lohnen.


Wohneigentum und Kredite


Da die Leitzinsen jetzt erst langsam nach unten angepasst werden, kann es für Dich unter Umständen durchaus sinnvoll sein, den Kauf von Wohneigentum oder sonstige Kredite (wenn möglich) auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, da sich die Banken das Geld teuerer bei der SNB leihen müssen und so auch Dir teurer leihen.


Banken verdienen ihr Geld vor allem durch das Zinsdifferenzgeschäft, resp. durch die Vergabe von Krediten. Dadurch erzielen sie Gewinn.


War der Artikel hilfreich für Dich?

Lass es mich bitte wissen!


Möge der Stutz mit Dir sein.

Deine Delia



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