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Finanzbildung: Warum sie nicht mit dem besten ETF beginnt

Autorenbild: Delia Bohren
Delia Bohren
vor 22 Stunden
3 Min. Lesezeit


«Welchen ETF würdest du wählen?»«Welche Säule 3a ist gut?»«Lohnt sich ein Einkauf in die Pensionskasse?»

Solche Fragen begegnen mir in Finanzschulungen und Gesprächen immer wieder. Und ich verstehe sie gut. Wenn man sich endlich um die eigenen Finanzen kümmern möchte, will man irgendwann auch ins Tun kommen. Man möchte wissen, wo das Geld hin soll, was sinnvoll ist und ob man die richtige Entscheidung trifft.

Ich merke dabei aber immer wieder: Oft sind wir mit diesen Fragen schon einen Schritt zu weit.


Finanzbildung beginnt mit der eigenen Situation


Bevor ich verschiedene Lösungen vergleiche, muss ich zuerst wissen, wo ich überhaupt stehe.

Nehmen wir das Investieren. Natürlich kann ich mich mit ETFs beschäftigen, Gebühren vergleichen und unterschiedliche Anlagestrategien anschauen. Aber bevor ich das tue, gibt es für mich andere Fragen, die mindestens genauso wichtig sind:

Wann brauche ich dieses Geld wieder? Habe ich genügend Geld auf der Seite, falls eine grössere Rechnung kommt? Was möchte ich mit dem investierten Geld überhaupt erreichen? Und wie geht es mir damit, wenn aus CHF 20'000 im Depot zwischenzeitlich plötzlich CHF 16'000 werden?

Ähnlich ist es bei der Vorsorge. Bevor ich mir Gedanken über einen zusätzlichen Einkauf in die Pensionskasse oder eine bestimmte Lösung für die Säule 3a mache, möchte ich doch zuerst verstehen, wie meine Vorsorge heute überhaupt aussieht.

Was bekomme ich voraussichtlich aus der AHV? Was habe ich in meiner Pensionskasse? Gibt es Vorsorgelücken? Und welche Möglichkeiten stehen mir zur Verfügung?

Das klingt vielleicht weniger aufregend als die Suche nach dem besten ETF. Für mich ist es aber genau der Punkt, an dem Finanzbildung beginnt...


Investieren: Drei Fragen vor dem ersten ETF!!


Wer investieren möchte, kann sich deshalb zuerst drei einfache Fragen stellen:

1. Wann brauche ich das Geld wieder?

Geld, das ich in absehbarer Zeit brauche, hat andere Anforderungen als Geld, das für ein langfristiges Ziel gedacht ist.

2. Wie viel Schwankung halte ich wirklich aus?

Dabei geht es nicht nur darum, was ich theoretisch ankreuzen würde. Interessant wird es dann, wenn mein Depot tatsächlich deutlich im Minus steht. Kann ich damit umgehen oder würde ich am liebsten sofort verkaufen?

3. Verstehe ich, worin mein Geld investiert ist?

Ich muss nicht jede einzelne Position eines Fonds auswendig kennen. Aber ich möchte verstehen, was ich kaufe, wie die Anlage grundsätzlich funktioniert und welche Risiken damit verbunden sind.

Diese drei Fragen sagen mir noch nicht, welche Anlage ich wählen soll. Sie helfen mir aber dabei, verschiedene Möglichkeiten überhaupt sinnvoll einordnen zu können.


Muss ich meine Finanzen wirklich selbst verstehen?


Wer anfängt, sich mit den eigenen Finanzen auseinanderzusetzen, landet ziemlich schnell in einer Welt voller Abkürzungen, Fachbegriffe und Produkte.


AHV, BVG, Säule 3a, TER, ETF, Aktienquote, Risikoprofil, freiwilliger Einkauf – und irgendwo dazwischen soll ich eine Entscheidung treffen, die mich vielleicht die nächsten Jahrzehnte begleitet.

Kein Wunder, fühlt sich das manchmal kompliziert an.

Ich glaube aber nicht, dass das Ziel von Finanzbildung sein sollte, dass jede Person selbst zur Finanzexpertin oder zum Finanzexperten wird.


Für mich geht es um etwas anderes: Ich möchte meine eigene Situation verstehen. Ich möchte wissen, welche Möglichkeiten es grundsätzlich gibt. Und ich möchte die Vor- und Nachteile so weit verstehen, dass ich Fragen stellen und eine informierte Entscheidung treffen kann.

Das gilt übrigens auch dann, wenn ich mich später von einer Fachperson beraten lasse. Ich finde es viel angenehmer, in ein Gespräch zu gehen und zumindest zu verstehen, worüber gesprochen wird und wo ich nachfragen möchte.


Finanzbildung bedeutet auch, die richtigen Fragen stellen zu können


Genau das ist mir bei STUTZ MIT DELIA.- wichtig!

Ich möchte Finanzthemen nicht noch komplizierter machen, als sie ohnehin schon wirken. Gleichzeitig möchte ich auch nicht den Eindruck vermitteln, dass es für jede finanzielle Situation eine einfache Lösung gibt, die für alle passt.

Viel lieber möchte ich den Moment erreichen, in dem jemand sagt:


«Ah. Jetzt verstehe ich, worum es eigentlich geht.»

Denn ab diesem Moment kann ich anfangen, selbst Fragen zu stellen, Informationen einzuordnen und Entscheidungen bewusster zu treffen.

Vielleicht beginnt der nächste Schritt bei deinen Finanzen deshalb gar nicht mit der Frage:


«Welchen ETF soll ich kaufen?»

Sondern mit:


«Wo stehe ich eigentlich – und was möchte ich mit meinem Geld erreichen?»

STUTZ MIT DELIA.- vermittelt Finanzbildung und Entscheidungsorientierung. Die Inhalte dienen der allgemeinen Information und stellen keine individuelle Finanz- oder Anlageberatung dar.


Und Leute: Was mir immer wieder auffällt: Du brauchst ein BUDGET. Das BUDGET ist die Ausgangslage für alles!


Deine Delia

FINANZBILDUNG
beginnt nicht mit dem besten ETF.
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beginnt nicht mit dem besten ETF.


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