Investieren für Anfängerinnen: So gelingt der Einstieg

«Ich möchte gerne investieren. Aber wo fange ich überhaupt an?»
Diese Frage wurde mir gestern beim Finanz-Speed-Dating an der ellexx Close the Gaps Night immer wieder gestellt.
Fünf - 10 Minuten Zeit pro Gespräch, um alle möglichen Fragen rund um Finanzen zu stellen. Und ich kann euch sagen: Die Zeit verging unglaublich schnell!
Besonders gefreut hat mich, wie viele Frauen in meinem Alter sich aktiv mit ihren Finanzen auseinandersetzen, investieren möchten und ihr Finanzwissen weiter ausbauen wollen.
Dabei kamen ganz unterschiedliche Fragen auf: Wie viel Geld brauche ich, um mit dem Investieren anzufangen? Was ist eigentlich ein ETF? Soll ich zuerst in die Säule 3a einzahlen oder ein eigenes Depot eröffnen? Und wie finde ich überhaupt heraus, welche Möglichkeiten es gibt?
Was mir dabei einmal mehr aufgefallen ist: Das Interesse ist da. Die Motivation ist da. Aber häufig fehlt noch das Wissen, um den ersten Schritt zu machen.
Und genau deshalb mache ich das, was ich mache.
Ich komme aus der Bildung und bin Lehrerin. Mir ist es wichtig, Finanzwissen so zu vermitteln, dass man danach auch wirklich etwas damit anfangen kann. Ohne unnötig komplizierte Fachbegriffe und ohne das Gefühl, dass man bereits alles über die Börse wissen müsste, bevor man überhaupt eine Frage stellen darf.
Denn Investieren für Anfängerinnen muss nicht kompliziert sein. Es braucht aber ein paar Grundlagen, damit du verstehst, welche Möglichkeiten es gibt, welche Risiken damit verbunden sind und welche Fragen du dir vor dem Einstieg stellen kannst.
Deshalb habe ich die Fragen, die mir auch gestern beim Finanz-Speed-Dating begegnet sind, zum Anlass genommen, die wichtigsten Grundlagen für den Einstieg ins Investieren in diesem Blog zusammenzufassen.

Investieren für Anfängerinnen: Wo fange ich an?
Bevor du dich mit einzelnen Anlageprodukten beschäftigst, lohnt es sich, deine finanzielle Situation anzuschauen.
Wie viel Geld steht dir monatlich zur Verfügung? Hast du bereits Geld für unerwartete Ausgaben auf der Seite? Und welches Geld brauchst du in den nächsten Jahren vielleicht für eine grössere Anschaffung?
Wenn du beispielsweise in zwei Jahren ein Auto kaufen möchtest oder einen Umzug planst, ist dieses Geld möglicherweise nicht für eine langfristige Aktienanlage geeignet.
Denn an der Börse können die Kurse schwanken. Und wenn du dein Geld genau dann benötigst, wenn die Märkte gerade gefallen sind, musst du deine Anlagen unter Umständen mit Verlust verkaufen.
Deshalb beginne ich meine Finanzsprechstunden häufig mit einer Standortbestimmung.
Zuerst schauen wir, wo du heute stehst. Danach beschäftigen wir uns mit den verschiedenen Möglichkeiten.
Wie viel Geld brauche ich, um mit dem Investieren anzufangen?
Viele glauben, dass man zuerst ein grosses Vermögen braucht, um investieren zu können.
Das stimmt nicht.
Bei verschiedenen Anbietern kannst du bereits mit kleinen Beträgen investieren. Teilweise sind regelmässige Einzahlungen von wenigen Franken möglich.
Viel wichtiger als ein möglichst hoher Startbetrag ist, dass du deine laufenden Ausgaben decken kannst und das investierte Geld nicht kurzfristig benötigst.
Ein Beispiel:
Du hast monatlich CHF 100 zur Verfügung, die du langfristig nicht brauchst. Dann kannst du dich damit beschäftigen, welche Anlagemöglichkeiten es gibt und wie regelmässiges Investieren funktioniert.
Du musst also nicht warten, bis du mehrere Tausend Franken angespart hast, um dich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Was ist eigentlich ein ETF?
ETF steht für Exchange Traded Fund. Auf Deutsch: börsengehandelter Fonds.
Ein ETF ist ein Anlagefonds, der an der Börse gehandelt wird. Viele ETFs bilden einen bestimmten Börsenindex nach.
Stell dir vor, du möchtest nicht nur in ein einziges Unternehmen investieren, sondern dein Geld auf viele verschiedene Unternehmen verteilen.
Mit einem breit gestreuten Aktien-ETF kannst du beispielsweise gleichzeitig an der Entwicklung von Hunderten oder sogar Tausenden Unternehmen beteiligt sein.
Das nennt man Diversifikation oder Risikostreuung.
Aber Achtung: Auch ein breit gestreuter Aktien-ETF kann deutlich an Wert verlieren. Die Verteilung auf viele Unternehmen reduziert bestimmte Risiken, verhindert aber keine allgemeinen Börsenverluste.
Deshalb ist es wichtig, dass du verstehst, worin du investierst.
Säule 3a oder eigenes Depot – was ist der Unterschied?
Diese Frage taucht in meinen Finanzsprechstunden immer wieder auf.
In der Schweiz kannst du beispielsweise über eine Wertschriftenlösung innerhalb der Säule 3a investieren oder ein eigenes Wertschriftendepot ausserhalb der gebundenen Vorsorge eröffnen.
Die Säule 3a bietet unter bestimmten Voraussetzungen steuerliche Vorteile. Dafür ist das Geld grundsätzlich bis zur Pensionierung gebunden und kann nur in gesetzlich vorgesehenen Fällen früher bezogen werden.
Bei einem gewöhnlichen Wertschriftendepot bist du hinsichtlich des Bezugs flexibler. Dafür gelten andere steuerliche Rahmenbedingungen.
Wichtig ist auch: Die Säule 3a ist nicht automatisch eine Aktienanlage. Es gibt sowohl 3a-Sparkonten als auch 3a-Wertschriftenlösungen.
Welche Möglichkeiten du nutzen möchtest, hängt unter anderem davon ab, wofür du das Geld brauchst, wie lange du es anlegen kannst und welche Risiken du tragen möchtest.
Was passiert, wenn die Börse einbricht?
Auch diese Frage finde ich unglaublich wichtig.
Denn Investieren bedeutet nicht, dass dein Vermögen jedes Jahr schön gleichmässig wächst.
Es gibt Jahre, in denen die Börse deutlich steigt. Und es gibt Jahre, in denen die Kurse stark fallen.
Wenn du beispielsweise CHF 10'000 investierst und dein Depot um 30 Prozent an Wert verliert, sind deine Anlagen vorübergehend nur noch CHF 7'000 wert.
Das muss nicht bedeuten, dass du sofort verkaufen solltest. Es bedeutet aber auch nicht, dass sich die Kurse garantiert wieder erholen.
Deshalb ist es wichtig, dass du vor dem Investieren überlegst, wie du mit solchen Schwankungen umgehen würdest und wie lange du auf das Geld verzichten kannst.
Investieren ist immer mit Risiken verbunden. Diese solltest du kennen, bevor du eine Entscheidung triffst.
Muss ich alles über die Börse wissen, bevor ich investiere?
Nein. Aber du solltest verstehen, was du kaufst und welche Risiken damit verbunden sind.
Ich komme aus der Bildung und bin Lehrerin. Und genau dieser Hintergrund prägt auch meine Arbeit bei STUTZ MIT DELIA.
Mir ist wichtig, dass meine Kundinnen nicht einfach irgendwelche Finanzbegriffe auswendig lernen oder eine Entscheidung treffen, weil ihnen jemand gesagt hat, dass sie das so machen sollen.
Ich möchte, dass sie die Zusammenhänge verstehen.
Was ist ein ETF? Was bedeutet Risikostreuung? Wie funktioniert der Zinseszinseffekt? Und welche Rolle spielen Kosten beim langfristigen Investieren?
Das sind alles Dinge, die man lernen kann.
Und dafür muss man keine Finanzexpertin sein.
Finanzsprechstunde oder Finanzschulung: Gemeinsam den Einstieg verstehen
Vielleicht hast du dich bereits ein wenig mit dem Investieren beschäftigt, aber noch viele offene Fragen.
Vielleicht hast du schon eine Säule 3a und möchtest verstehen, was dort eigentlich mit deinem Geld passiert.
Oder du möchtest zuerst einmal eine finanzielle Standortbestimmung machen und herausfinden, welche Themen für dich überhaupt relevant sind.
Genau dafür gibt es meine Finanzsprechstunden und Finanzschulungen.
Wir schauen gemeinsam, wo du heute stehst, welche Fragen du hast und welches Finanzwissen du für deine nächsten Entscheidungen brauchst.
Denn am Ende geht es nicht darum, möglichst schnell irgendein Finanzprodukt zu kaufen.
Sondern darum, dass du verstehst, welche Möglichkeiten es gibt, und selbst entscheiden kannst, wie du mit deinem Geld umgehen möchtest.
Du möchtest deine Finanzen besser verstehen und herausfinden, wo du heute stehst?
Dann informiere dich über meine Finanzsprechstunden und Finanzschulungen bei STUTZ MIT DELIA.
Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Finanzbildung und stellt keine individuelle Anlage- oder Produktempfehlung dar.



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